Schwimmschulpark

Aufwertung des für die Welser Innenstadt sehr zentralen Knotenpunktes Achse Pollheimerstraße – Welios – Messe – Traunfluß und Achse Stadtplatz/Zwinger – Fabrikstrasse/Schwimmschulgasse, Volksgarten und weiterführend Herminenhof mit Landesmusikschule, Kindergarten und Stadtbibliothek.

Themensprecher: DI Martin Hiptmair

weitere verantwortliche Personen (aktive Agenda- Gruppen MitarbeiterInnen)
DI Jana Kucerova Franz Strassmair Renate Scholl DI Stefan Riedler

Projektpartner bei diesem Vorhaben:

Dienststelle Stadtgärtnerei Stadtmarketing Wels Medienkulturhaus Wels Caritas Kindergarten, Fabrikstr. 6, Wels Anrainer des Pollheimerparkes

Pläne Schwimmschulpark

 

 

 

 

Wesentliche Projektziele

  • Aufwertung des für die Welser Innenstadt sehr zentralen Knotenpunktes Achse Pollheimerstraße – Welios – Messe – Traunfluß und Achse Stadtplatz/Zwinger – Fabrikstrasse/Schwimmschulgasse, Volksgarten und weiterführend Herminenhof mit Landesmusikschule, Kindergarten und Stadtbibliothek
  • Verbesserung und Attraktivierung dieser fußläufigen Verbindungen und dadurch auch mehr Frequenz
  • Verbesserung der Fußgängersituation in Kreuzungsbereichen (Entschärfung)
  • Verbindung der Altstadt (historischer Kern) mit dem angrenzenden Innenstadtbereich, der durch das entstehende Science Center Welios stark aufgewertet wird. (ab Frühjahr 2011)
  • Schaffung eines neuen nutzbaren Grünraumes mit Bezug zum Mühlbach für verschiedene NutzerInnengruppen (gilt besonders für neuen Schwimmschulpark).
  • Schaffung neuer Nutzungsmöglichkeiten für den Pollheimerpark als Aufenthalts- und Veranstaltungsort – (dieser wird im Rahmen der Welser Weihnachtswelt kurze Zeit im Jahr sehr stark genützt, die übrige Zeit des Jahres kaum) Die Nähe zum Medien Kultur Haus (multifunktionales Kulturzentrum direkt gegenüber) bietet sich beispielweise an.

Ausführliche Projektbeschreibung

Derzeitige Situation der Grünflächen:

Schwimmschulpark: Ein ungenützter Grünraum an einem Arm des Mühlbaches, der ehemals durch den Abriss einer Häuserzeile entstanden ist, wird von der Agendagruppe „Schwimmschulpark“ genannt. (Es liegt an der Schwimmschulgasse, die eh. Schwimmschule hat sich ca. 100 m Luftlinie entfernt befunden). Die Grünfläche liegt sehr zentral gegenüber dem Wahrzeichen der Stadt Wels – dem Ledererturm und ist umrahmt von Straßen und Häuserzeilen. wichtige Fußwege führen an dieser Fläche entlang z.B.: Wenn man vom Medienkulturhaus zum neuen Science Center Welios geht (ca. 300m), vom Stadtplatz zum Volksfestgelände bzw. zum neu renovierten und mit Stadtarchiv, Stadtbibliothek und Landesmusikschule beherbergenden Herminenhof, der wiederum im Welser Tiergarten liegt – einem überregional ausstrahlenden Erholungsangebot. Eine Bushaltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Pollheimer Park: Der Pollheimerpark liegt im westlichen Bereich der in der Gründerzeit angelegten Ring(straßen)anlage. Eine als Allee gestaltete Promenade umgibt den 1. öffentlichen Welser Stadtpark als Abschluss zur Pollheimerstraße. Die Stadtmauer zwischen Schloss Pollheim und dem Ledererturm begrenzt mit den an die Stadtmauer gebauten Bürgerhäusern den Park zur Altstadt. Der Park präsentiert sich als langgezogene Grünfläche mit einem zentralen Platz und geschwungenen Wegen. Ein alter Baumbestand aus Ahornen, Linden und Kastanien verweist auf das Alter der Grünfläche. Die seit der Zwischenkriegszeit eingeführte Interpretation des zentralen Parkbereichs als Denkmalhain wird im Park sichtbar. Acht Denkmäler erinnern an die Bedeutung der Militär-, Kriegs- und Kriegsopfergeschichte für die Welser Bevölkerung. Obwohl von der Gestaltung als Ruhe- und Besinnungsort konzipiert, kann der Park diesem Anspruch wegen der Lage an der stark frequentierten Pollheimerstraße und den damit verbundenen starken Abgas- und Lärmimmissionen nicht wirklich gerecht werden.

Die beiden Grünflächen liegen einander schräg gegenüber und bilden eine Achse zwischen Ringstraße und Volksgarten (Eingang Messezentrum und Science Center Welios).

Derzeitige Situation des Agenda 21 – Projektes:

Die Agenda 21 Gruppe setzt sich aus AnrainerInnen zusammen – darunter auch ein Architekt und eine Landschaftsarchitektin. Daher ist relativ rasch über gestalterische Vorschläge diskutiert worden und es hat sich gezeigt, welche Potentiale in diesen Grünräumen stecken. Der Gruppe ist bewusst, dass für Umgestaltungen der Parks und die Erfüllung der Projektziele eine intensivere Beteiligung der unterschiedlichen NutzerInnengruppen in der weiteren Planung und dem weiteren Verlauf nötig ist. Derzeit werden zentral aufgestellte Denkmäler seitens der Stadt und dem Stadtmarketing entfernt und anderenorts wiederaufgestellt. Der Zeitpunkt für eine Erneuerung durch eine Umgestaltung ist daher auch aus dieser Sicht gegeben.
Das weitere Vorgehen für dieses Agenda Projektes erscheint daher in folgenden Schritten sinnvoll:

Analysephase: Professionelle, extern beauftragte GrünraumplanerInnen analysieren die Flächen und nehmen die Vorschläge der Agenda Gruppe auf.

Planungsphase: Unter Einbindung der professionellen PlanerInnen und basierend auf die Analyse findet mit Beteiligung der möglichen NutzerInnengruppen (BürgerInnenbeteilung) eine detaillierte Neuplanung statt. Begleitende Aktivitäten zur Attraktivierung der Parkflächen werden konzipiert. Die Agenda – Projektgruppe erweitert sich.

Umsetzungsphase: Sukzessive Umsetzung der Planungen, ggf. auch unter Mitwirkung der erweiterten Agendagruppe.
Bereits gesammelte Ideen für die die Parks von der bestehenden Agenda-Gruppe sind eine Basis für das Agenda – Vorhaben:

Ideen für Schwimmschulpark
gartengestalterische Maßnahmen: Rodung ausgewählter Sträucher, Erhöhung der Durchlässigkeit zum Arm des Mühlbachs, Anlegen von Kieswegen, Fortführung eines Beetes über den Bach als hängendes Beet auf der Brücke Mobiliar: Entfernung Betonmasten, Fahnenmasten, Liwest-Verteiler
Umbau eines Hydranten zu einem Trinkwasserbrunnen Schaffung von Sitzgelegenheiten rund um bestehende Bäume bauliche Maßnahmen: Ausbuchtung des Mühlbacharms mit Böschung oder Treppenanlage Holzbrücke über Mühlbacharm, Pflasterungen im Bereich Schwimmschulgasse Einbindung des alten Wäscheplatzes, Errichtung zusätzlicher Treppen Spielfläche für benachbarten Kindergarten (Sicherheit für Kinder natürlich gewährleisten) Kreuzungsbereich: breiter erhöhter Fußgängerübergang zwischen Stadtplatz, Zwinger, Ledererturm und Schwimmschulpark

Ideen für Pollheimerpark
Rodung nicht vitaler Bäume und der Sträucher im Bereich Ledererturm – Lichtdurchlässigkeit wird erhöht Neuer, durchgehender Fußgängerweg entlang der Stadtmauer und den Gebäuden, bestehenden Weg entlang der Straße für RadfahrerInnen öffnen Strukturierung und Neugestaltung der Grünflächen und bestimmter Kieswege in der Zwischenzone unter Einbindung der Denkmäler, neuer ev. mobiler Holzmodule für Weihnachtsmarkt, kulturelle Veranstaltungen, Spielfläche und neuen Stadtmöbeln.

Ledererturm: 
autofreier Stadtplatz in ausgewählten Zeiträumen wie zB. Sommerferien, Weihnachtsmarkt, Wochenenden, … Gestaltung des Bereichs innerhalb und außerhalb des Ledererturms mittels temporärer und mobiler Bepflanzung. Pflasterung der Fahrwege auf einem Niveau mit Gehweg.
Vergrößerung des Lebensbereiches am Platz für Mensch statt Auto. Belebung durch Bühne, Gastgarten, grüne Oase, Spielflächen, betr. Kindergarten, Beachvolleyball, Boccia

Was sind die beabsichtigten ökologischen Wirkungen des Projekts:

Es entsteht mehr nutzbares Grün bzw. eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Zugänglichkeit (Schwimmschulpark). Eine grünen Achse zwischen zentralen Plätzen der Stadt Wels, die einlädt, zu Fuß oder per Rad unterwegs zu sein entsteht. Gewässer in der Innenstadt wird erlebbar. Die Projektumsetzung und die entstehenden Parks tragen zu einem positiven Umweltbewusstsein bei.

Was sind die beabsichtigten sozialen/kulturellen Wirkungen des Projekts:

Es entstehen Ruhepole, Sitzmöglichkeiten, Treffpunkte, betretbare Spielflächen, Bühne…neue Veranstaltungsmöglichkeiten für verschiedene Vereine, etc. Der 1.Städtischer Park in Wels erfährt eine Renaissance und Neuinterpretation Die Lebensqualität für die Innenstadt wird erhöht.Es wird Mitsprache und Mitbeteiligung bei der Planung und Umsetzung ermöglicht. Es ermöglicht neue Formen des Miteinanders.

Was sind die beabsichtigten wirtschaftlichen Wirkungen des Projekts:

Aufwertung des Bereiches außerhalb des hist. Kerns, Volksgartencenter, Stempelmuseum, ehem. Kastner und Öhler Gebäude Belebung des unmittelbaren angrenzenden Stadtparkes und Erhöhung der Standortattraktivität Angebotserweiterung

Was ist das Innovative am Projekt:

Planung zentraler Günflächen mittels BürgerInnenbeteiligung Innenstadtbelebung und Erhöhung der Lebensqualität durch relativ einfache Außengestaltungsmaßnahmen in bestehenden städtischen Freiräumen und zum Teil bis jetzt ungenützten Flächen, deren Wert erkannt wird.

Umsetzungszeitraum

Analysephase: 02/11 – 03/11 Planungsphase: 03/11 – 09/11
Umsetzungsphase: 09/11 – 09/12