AGENDA 21

Was ist Agenda 21?

Die Agenda 21 wurde 1992 bei der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen als weltweites Programm für einen Kurswechsel in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung formuliert. Bei der Umsetzung einer Nachhaltigen Entwicklung kommt den Gemeinden und Regionen eine wesentliche Rolle zu: „Jede Gemeinde/jede Region soll mit ihren Bürger/innen, Organisationen und der Wirtschaft in einen Dialog eintreten und eine Lokale Agenda 21, ein Leitbild für eine Nachhaltige Entwicklung, beschließen und umsetzen“ (Agenda 21, Kapitel 28).

Agenda 21 in Oberösterreich

Agenda 21 startete 1998 in Oberösterreich unter dem Titel. „Lebensraum mit Zukunft – Lokale Agenda 21“. 2009 sind mehr als 100 Gemeinden im Netzwerk Agenda 21 aktiv.
Die Agenda 21 zielt auf die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität vor Ort für gegenwärtige und künftige Generationen ab. Sie…

  • eröffnet langfristig wirksame Visionen und bevorzugt Lösungen, die auch aus der Perspektive der nächsten Generation erstrebenswert sind (Langfristigkeit).
  • schafft Zugänge zu kreativer Zukunftsarbeit und beteiligt alle gesellschaftlichen Gruppen in aktivierender Form. Sie ermutigt und befähigt Menschen zur aktiven Mitgestaltung und Eigenverantwortung (Beteiligung).
  • macht Nachhaltigkeit erstrebenswert, erleb- und gestaltbar. Sie gibt Impulse zum Erkennen und Nutzen eigener Stärken durch konkrete Aktivitäten und Projekte (Praxisnähe).
  • misst Bewusstsein bildenden Prozessen, kleinen Umsetzungsschritten und kostengünstigen Lösungen einen hohen Stellenwert bei. Sie stärkt vorrangig die „weichen Faktoren“ und setzt auf selbstorganisierte Entwicklungen, die auch mit kleinen Budgets Nutzen stiften (Überschaubarkeit, Selbstorganisation).
  • macht Zusammenhänge erkennbar und strebt die Ausgewogenheit der vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökologisch, wirtschaftlich, sozial/kulturell, geistig) an (Ganzheitlichkeit).
  • tritt nicht anstelle anderer Entwicklungsinstrumente sondern versteht sich als Kooperations-Plattform und gemeinsames Dach. Sie fördert die Zusammenarbeit, insbesondere über Gemeindegrenzen und Einzelinteressen hinweg. Sie hat regionale und globale Fairness zum Ziel. (Partnerschaftlichkeit).

Anstelle des Begriffs „lokale Agenda 21″ verwenden wir in Oberösterreich nur den Begriff „Agenda 21″.